Mit Eis heizen? Ja, das klingt erst einmal paradox, ist aber wirklich möglich. In gewerblichen Betrieben kommt eine Eisheizung schon seit längerem zum Einsatz, in jüngster Zeit wird sie nun auch in privaten Häusern eingebaut. Dabei ist die Eisheizung besonders effektiv und ermöglicht es, die Heizkosten erheblich zu senken. Ihre Funktionsweise ist auch denkbar einfach.

Bestandteile einer Eisheizung

Grundlegender Bestandteil einer Eisheizung ist ein in die Erde eingegrabener Betonspeicher. Dieser kann problemlos in den Boden eingebaut werden. Faktoren wie eine Baugenehmigung sind wegen der Einbautiefe nicht zu beachten. In diesen Behälter wird Trinkwasser eingefüllt. Ist dies beim Einbau geschehen, geht im Regelfall beim Betrieb kaum Wasser verloren. Ein Nachfüllen ist somit nicht nötig.

Zusätzlich werden Solarmodule benötigt, die das Wasser erwärmen. Sie sind auf dem Dach des Hauses befestigt. Vielen Heizungen wird mittlerweile ein Solar-Luft-Kollektor hinzugefügt. Das stellt sicher, dass immer genug Energie vorhanden ist. Ebenso ist häufig auch eine Wärmepumpe integriert. So können bei der Eisheizung fünf Energieträger gemeinsam genutzt werden.

Funktionsweise einer Eisheizung

Die Eisheizung arbeitet nach einem ganz einfachen Prinzip. Ändert sich der Aggregatzustand von Wasser zu Eis, wird Energie freigesetzt. Die dabei freigesetzte Energie entspricht der, die benötigt wird, um Wasser auf 80°C zu erhitzen. Diese Energie kann durch Wärmetauscher, die sich im Eis befinden, aufgenommen werden. Mittels Wärmepumpe wird die gewonnene Energie auf ein nutzbares Niveau angehoben. Die Wärme gelangt dann an die Heizung und kann hierfür sowie warmes Wasser genutzt werden.

Ein weiterer Wärmetauscher ist vorhanden, um dem Eisspeicher nach dem Gefrieren wieder Energie zuzuführen. Schließlich muss das Wasser, wenn es derart vereist ist, dass keine Energie mehr gewonnen werden kann, wieder geschmolzen werden, um den Vorgang zu wiederholen. Diese Wärme kann durch die Solaranlage auf dem Dach zugeführt werden. Es besteht hierdurch ein effizienter Energiekreislauf.

Bau und Kosten einer Eisheizung

Der Einbau der Eisheizung ist sowohl in Neubauten als auch in älteren Gebäuden möglich. Lediglich in dicht besiedelten Wohnungsanlagen kann sich der Einbau des Wassertanks als etwas schwieriger erweisen. Die Kosten sind in erster Linie vom Gebäude abhängig. Sie beginnen meist in einem Bereich von 12.000€ und haben nach oben kaum Grenzen. Besonders ist jedoch, dass die Betriebskosten um 50% reduziert werden können. Somit ist die Anlage meist in spätestens 10 Jahren amortisiert. Gleichzeitig können Hauseigentümer beim Einbau einer Eisheizung auf einen Zuschuss der BAFA zurückgreifen.

Mit Material von: zuhause.de, eisheizung.com

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